02 February 2026, 16:21

Berlin scheitert an vereisten Gehwegen – wer trägt die Schuld?

Eine Gruppe von Menschen steht auf der Stra├če und h├Ąlt ein Schild mit der Aufschrift "Die Wrangellstra├če 5 Protestiert Gegen den Ausverkauf in Berlin". Es sind Fahrr├Ąder, Pfosten, Geb├Ąude und ein Kran im Hintergrund zu sehen, ├╝ber ihnen der Himmel.

Eisschicht in Berlin - Kritik am Senat nimmt zu - Berlin scheitert an vereisten Gehwegen – wer trägt die Schuld?

Berlin steht wegen mangelhafter Räumung vereister Gehwege zunehmend in der Kritik

In diesem Winter häufen sich die Vorwürfe gegen Berlin wegen des unzureichenden Umgangs mit glatteisbedeckten Bürgersteigen. Politiker:innen und Anwohner:innen üben scharfe Kritik an der zögerlichen Reaktion des Senats – viele werfen Hausbesitzer:innen und dem städtischen Reinigungsdienst vor, Schnee und Eis nicht ordnungsgemäß zu beseitigen. Mittlerweile fordern mehrere Parteien dringendes Handeln, darunter schärfere Strafen und eine bessere Abstimmung zwischen den Behörden.

Die Problematik spitzte sich zu, als heftige Schneefälle zahlreiche Gehwege in gefährliche Rutschbahnen verwandelten. Zwar stellte der Berliner Stadtreinigungsbetrieb (BSR) den Bezirken zusätzliches Streugut zur Verfügung, doch die Hilfe kam zu spät, um die Gefahren abzuwenden. Steffen Krach von der SPD warf dem regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) und Verkehrssenatorin Ute Bonde (parteilos) vor, viel zu langsam reagiert zu haben. Er bemängelte, dass der Stadt ein durchdachtes Konzept zur Eisbekämpfung fehle und öffentliche Einrichtungen nicht ausreichend eingebunden seien.

Elif Eralp von der Linken forderte umgehende Maßnahmen, darunter höhere Bußgelder für säumige Hausbesitzer:innen. Zudem regte sie an, das Technische Hilfswerk (THW) bei der Schneeräumung zu unterstützen. Saskia Ellenbeck von den Grünen drängte den Senat unterdessen zu schnellerem Handeln und einer besseren Koordination zwischen Bezirken und städtischen Diensten.

Krach kritisierte zudem das Führungsversagen von Wegner und Bonde und verwies darauf, dass viele Bezirke mit der Räumung der Gehwege überfordert seien. Trotz der Bemühungen des BSR führten die Verzögerungen dazu, dass Anwohner:innen weiterhin Risiken ausgesetzt blieben – ohne ein funktionierendes System zur Bewältigung der Probleme.

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Die Debatte offenbart die anhaltenden Schwächen in Berlins Winterdienst-Strategie. Ohne klare Pläne oder ausreichende Unterstützung für die Bezirke bleiben vereiste Gehwege eine dauerhafte Gefahr. Die Politik pocht nun auf strengere Kontrollen, bessere Finanzierung und ein organisierteres Vorgehen, um ähnliche Probleme in kommenden Wintern zu vermeiden.