22 April 2026, 06:21

Berlin plant 8-Milliarden-Sanierung seiner Universitätsgebäude bis 2046

Schwarz-weiß-Foto eines Universitätsgebäudes mit Rundbogenfenstern und einer Tür, mit Text unten.

Berlin plant 8-Milliarden-Sanierung seiner Universitätsgebäude bis 2046

Der Berliner Senat hat eine umfassende Sanierung der Universitätsgebäude in der gesamten Stadt beschlossen. Das Vorhaben sieht die Gründung eines neuen Bauunternehmens vor, um die Renovierungsarbeiten zu beschleunigen und die langfristige Finanzierung zu sichern. Die Kosten für die Instandsetzungen werden auf rund 8 Milliarden Euro geschätzt.

Die elf staatlichen Hochschulen der Stadt nutzen etwa 450 Gebäude mit einer Gesamtfläche von 1,2 Millionen Quadratmetern. Viele dieser Bauten benötigen eine grundlegende Sanierung – bereits 389 Projekte wurden identifiziert, davon 240 zur Behebung dringender Instandhaltungsrückstände.

Die neu gegründete BHG (Berliner Hochschulbau-Gesellschaft) übernimmt die Verantwortung für alle größeren Bau- und Instandhaltungsmaßnahmen. Die Universitäten werden ihre Gebäude von der BHG anmieten, wobei die Mieteinnahmen die Arbeiten finanzieren. Langfristig sollen alle Immobilien in den Besitz des Unternehmens übergehen.

Der Senat hat sich verpflichtet, jährlich rund 300 Millionen Euro bereitzustellen – ohne dass diese Mittel den Budgets für Lehre oder Forschung entzogen werden. Zwischen 2032 und 2046 sind jährliche Investitionen in Höhe von 220,3 bis 298,6 Millionen Euro vorgesehen. Die restlichen Kosten werden durch Kredite und Mieteinnahmen gedeckt.

Die Hochschulleitungen haben sich Mitspracherechte gesichert und Sitze im Aufsichtsrat der BHG durchgesetzt. Das Gesetz muss noch vom Abgeordnetenhaus verabschiedet werden; die Abstimmung ist vor der Sommerpause geplant.

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Nach Verabschiedung wird die BHG die Planung zentral steuern, um Sanierungen und Modernisierungen effizienter zu gestalten. Die Hochschulen beteiligen sich über Mietzahlungen, behalten aber Einfluss auf den Prozess. Das langfristige Finanzierungsmodell soll künftige Rückstände bei der Instandhaltung verhindern.

Quelle