Benedikt Böhms emotionale Rückkehr zum Shishapangma nach tödlicher Lawine
Jonas HofmannWeltrekorde in Lebensgefahr - Benedikt Böhms emotionale Rückkehr zum Shishapangma nach tödlicher Lawine
2025 wird der Extrembergsteiger Benedikt Böhm an den Shishapangma zurückkehren – den Schauplatz seines ersten Speed-Aufstiegs mit seinem Bergkameraden Sebastian Haag. Die Rückkehr markiert einen bewegenden Moment mehr als ein Jahrzehnt nach Haags Tod in einer Lawine am selben Achttausender. Ihre Geschichte – geprägt von rekordverdächtigen Bestleistungen und einem verheerenden Verlust – steht nun im Mittelpunkt des neuen Dokumentarfilms "Tödlicher Himalaya".
Böhm und Haag galten als Pioniere des Extrembergsteigens in großer Höhe. Sie bestiegen mehrere Sieben- und Achttausender ohne zusätzlichen Sauerstoff und fuhren die Gipfel anschließend mit Skiern in atemberaubendem Tempo hinab. Ihr erster großer Erfolg gelang ihnen am Muztagh Ata, doch ihr ehrgeizigstes Ziel setzten sie sich 2014: den Shishapangma und den Cho Oyu innerhalb von sieben Tagen zu bezwingen.
Am 24. September 2014 endete der Traum in einer Tragödie. Beim Abstieg vom Shishapangma wurde Haag von einer Lawine erfasst und starb. Böhm beschrieb das Ereignis später als einen "Albtraum", dem er nicht entkommen konnte. Der Unfall stürzte ihn in tiefe Trauer und zwang ihn, die Risiken ihres rekordorientierten Lebensstils zu hinterfragen.
Der Film "Tödlicher Himalaya" begleitet Böhms Rückkehr zum Shishapangma im Jahr 2025. Er erkundet die Triebfedern hinter dem Extrembergsteigen und die Konsequenzen, wenn der Mensch seine körperlichen Grenzen bis zum Äußersten ausreizt. Die Dokumentation wirft auch einen Blick auf Böhms inneren Kampf, seine Leidenschaft für das Klettern mit dem Verlust seines engsten Partners in Einklang zu bringen.
Obwohl die genaue Zahl ihrer gemeinsamen Achttausender-Besteigungen unklar bleibt, ist ihr Vermächtnis untrennbar mit Geschwindigkeit, Können und der unzerbrechlichen Verbindung verbunden, die sie in den Bergen schmiedeten.
Böhms Rückkehr zum Shishapangma wird zu einer persönlichen Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Der Aufstieg, festgehalten in "Tödlicher Himalaya", zeigt sowohl den Nervenkitzel als auch die tödlichen Gefahren des Extrembergsteigens. Für Böhm ist es eine Gelegenheit, Haags Andenken zu ehren – und sich gleichzeitig den Risiken zu stellen, die einst ihr Leben prägten.






