16 March 2026, 10:08

Behrens fordert Eigenverantwortung der Fans vor Hannover-Derby

Eine Gruppe von Polizisten in schwarzen Uniformen und blauen Helmen steht vor einem mit Graffiti bedeckten Gebäude, umgeben von verstreuten Papieren und Gegenständen, mit einer texttragenden Wand im Hintergrund, die eine Aufruhr-Szene andeutet.

Innenministerin: Ultras haben ein Problem in den eigenen Reihen - Behrens fordert Eigenverantwortung der Fans vor Hannover-Derby

Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens drängt auf verschärfte Sicherheitsmaßnahmen vor dem Derby zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig. Der für Freitag, 18:30 Uhr, in der Landeshauptstadt angesetzte Spiel hat wegen Befürchtungen von Fanausschreitungen besondere Aufmerksamkeit erregt. Behrens fordert, dass Fangruppen selbst die Verantwortung für die Kontrolle aggressiver Mitglieder übernehmen – statt sich auf einen massiven Polizeieinsatz zu verlassen.

Behrens kritisiert den hohen Personalaufwand der Polizei bei Risikospielen. Sie vergleicht die Lage mit anderen Großveranstaltungen wie dem Maschsee-Fest 2023 in Hannover, bei dem üblicherweise 200 bis 300 Beamte im Einsatz waren – an Spitzenzeiten rund 250. Bei einem einzigen Fußballspiel könnten dagegen bis zu 2.000 Polizisten benötigt werden, ein Aufwand, den sie als "nicht mehr tragbar" bezeichnet.

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Ihre Haltung hat ihr bei manchen Anhängern den Ruf einer Gegnerin der Fankultur eingebracht. Dennoch besteht sie darauf, dass Ultra-Gruppen Gewalt in den eigenen Reihen bekämpfen müssen. Sollte dies scheitern, drohen schärfere Eingriffe von Politik und Fußballverbänden.

Ziel der Ministerin ist es, den Polizeieinsatz in den Stadien auf ein Minimum zu reduzieren. Stattdessen erwartet sie, dass Fangruppen selbst gegen Störenfriede vorgehen – und so die Sicherheitslast von den Behörden nehmen.

Das Derby wird zeigen, ob die Fans gewaltbereite Elemente ohne massives Polizeiaufgebot in den Griff bekommen. Behrens' Ansatz könnte die Sicherheitsvorkehrungen bei künftigen Spielen grundlegend verändern. Bis dahin liegt der Fokus auf dem Freitagsspiel – und darauf, wie die Anhänger auf ihre Forderungen reagieren.

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