05 March 2026, 12:08

"Beauty-Docs" scheitern in Dubai: Warum ihre radikalen Methoden dort keine Chance haben

Eine Person hält einen Spiegel mit einem nachdenklichen Gesichtsausdruck, mit dem Text "Was heilt Akne - Cuticura Seife" auf dem Plakat.

"Dr. Rick und Dr. Nick" sind das Unangenehmste im Fernsehen - "Beauty-Docs" scheitern in Dubai: Warum ihre radikalen Methoden dort keine Chance haben

Die umstrittenen Schönheitschirurgen Dr. Rick und Dr. Nick aus der ProSieben-Sendung Die Beauty-Docs wollen ihr Geschäft nach Dubai ausbauen. Das Duo, bekannt für seinen radikalen Ansatz in der Ästhetikmedizin, sieht sich nun mit strengen lokalen Vorschriften und Hürden bei der Zulassung in den Vereinigten Arabischen Emiraten konfrontiert. Ihre Pläne kommen zu einer Zeit, in der ihre Methoden und Qualifikationen in Deutschland weiterhin kritisch hinterfragt werden.

Henrik Heuveldop (Dr. Rick) und Dominik Bettray (Dr. Nick) betreiben eine Klinik in München, in der sie unter anderem Keratopigmentierung anbieten – eine Methode, um die Augenfarbe dauerhaft zu verändern. Weder verfügt einer der beiden über eine Facharztanerkennung für plastische oder ästhetische Chirurgie. Rick darf den Titel "Doktor" rechtlich überhaupt nicht führen, da er nie eine Dissertation abgeschlossen hat.

Bekannt wurden die beiden vor allem durch ihre Reality-Show, in der sie Prominente aus der D-Liga behandeln, die sie selbst als "Schönheitskatastrophen" bezeichnen. In einer Folge spritzten sie einer Krebspatientin Filler ins Gesicht und belohnten sie mit einem Reisegutschein. Die ehemalige Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!-Teilnehmerin Gina-Lisa Lohfink gab zudem zu, sich von dem Duo eine nicht näher bezeichnete Substanz in das Gesäß injizieren zu haben.

Auch die Klinikkultur des Duos ist ungewöhnlich. Eine medizinische Assistentin namens Stefanie trägt Tätowierungen ihrer Gesichter auf dem Oberschenkel – als Zeichen ihrer Loyalität. Die Ärzte erwogen sogar, Bronzebüsten von sich selbst in der Münchner Klinik aufzustellen, wie sie es mit "kulturellen Gründen" begründen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Jetzt planen sie die Eröffnung ihrer ersten internationalen Klinik in Dubai. Doch die Herausforderungen sind groß: Sie müssen die strengen Zulassungsrichtlinien der Dubai Health Authority erfüllen, einen lokalen Partner für die ausländische Unternehmensführung finden und sich an die Malpractice-Gesetze der VAE halten. Zudem müssen sie sich an islamische Leitlinien für kosmetische Eingriffe anpassen, die bestimmte Behandlungen einschränken.

Der Expansionsversuch nach Dubai markiert eine neue Phase für die selbsternannten "Pioniere der Schönheitsmedizin", die sich mit Christopher Kolumbus vergleichen. Ihr Erfolg wird davon abhängen, ob es ihnen gelingt, die rechtlichen und kulturellen Hürden in den Emiraten zu überwinden. Unterdessen sorgen ihre Praktiken in Deutschland weiterhin für Aufsehen – sowohl wegen ihrer Methoden als auch wegen ihrer Medienpräsenz.