05 April 2026, 04:09

BBC-Serie Doctors endet nach 24 Jahren in Kontroverse um angebliche Realitätsbezug

Cartoon-Illustration eines verzweifelten Mannes in einem blauen Anzug, der auf dem Boden liegt, und einer Frau in einem gelben Kleid, die auf einem Stuhl sitzt und ein Objekt hält, mit Vorhängen, einer Tür und Text, der unten "Britishia zwischen Tod und den Doctors" liest.

BBC-Serie Doctors endet nach 24 Jahren in Kontroverse um angebliche Realitätsbezug

Die langjährige BBC-Arztserie Doctors strahlte 2024 nach 24 Jahren auf dem Bildschirm ihre letzte Staffel aus. Kürzlich geriet die Serie in den Mittelpunkt einer öffentlichen Kontroverse, nachdem der Autor Graham Linehan den Machern vorwarf, eine Figur eingeführt zu haben, die seiner Meinung nach auf ihm basiert. Die BBC wies jeden Bezug zu realen Personen entschieden zurück.

Der 57-jährige Linehan behauptet, die fiktive Figur Dr. Graham Elton – ein geschiedener, transfeindlicher Charakter in den Fünfzigern – sei erfunden worden, um ihn in ein schlechtes Licht zu rücken. Der Sender betont jedoch, die Serie bleibe durchweg fiktiv.

Der Streit eskalierte, als Linehan, bekannt als Mit-Schöpfer der Comedy-Serie Father Ted, auf Parallelen zwischen sich und Dr. Graham Elton hinwies: Beide sind Ende fünfzig, tragen denselben Vornamen und sahen sich wegen transfeindlicher Äußerungen öffentlicher Kritik ausgesetzt. Linehans Ex-Frau, die Schauspielerin Helen Serafinowicz, ließ sich 2020 nach einem Shitstorm gegen seine anti-transgender Positionen von ihm scheiden. Das Paar hat zwei gemeinsame Kinder.

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Ein Sprecher von BBC Studios wies Linehans Vorwürfe kategorisch zurück. Doctors sei ein fiktionales Werk und nicht an reale Personen angelehnt, hieß es. Die Serie, die in diesem Jahr endete, habe sich nie an tatsächlichen Ereignissen oder Personen orientiert.

Linehan, dessen öffentliches Ansehen in den letzten Jahren gelitten hat, sah sich 2023 mit der Absage seines Auftritts beim Edinburgh Fringe Festival konfrontiert – eine Folge seiner Haltung zu Transgender-Themen. Dennoch erhebt er weiterhin seine Stimme gegen das, was er als ungerechte Darstellungen in den Medien empfindet.

Die BBC äußerte sich nicht weiter zu dem Vorfall. Doctors zählt zu den am längsten laufenden Tagesseifen des Senders, doch mit der letzten Folge endete eine Ära für die Fans.

Die Auseinandersetzung verdeutlicht die anhaltenden Spannungen zwischen künstlerischer Freiheit und öffentlicher Wahrnehmung. Während die BBC an ihrer Position festhält, die Serie sei rein fiktiv, besteht Linehan darauf, dass die Figur seine persönlichen Konflikte widerspiegelt. Mit der Ausstrahlung der finalen Staffel ging eine der dienstältesten Produktionen des Senders nun zu Ende.

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