Bayern investiert 29 Millionen in flächendeckende Notstromversorgung für Feuerwehren bis 2028
Theo MayerBayern wird bis Ende 2028 flächendeckend Notstromaggregate bereitstellen - Bayern investiert 29 Millionen in flächendeckende Notstromversorgung für Feuerwehren bis 2028
Bayern rüstet Feuerwehrstationen bis 2028 flächendeckend mit Notstromsystemen aus
Die Maßnahme folgt einer Investition von 29 Millionen Euro seit 2022, mit der die Kapazitäten für Notstromversorgung ausgebaut werden. Den Anstoß gab ein großflächiger Stromausfall in Berlin Anfang dieses Jahres, der Schwachstellen in der deutschen Infrastruktur offenlegte.
Im Januar 2024 hatte ein Brandanschlag auf ein Berliner Umspannwerk rund 45.000 Haushalte von der Stromversorgung abgeschnitten. Der Vorfall zeigte, wie anfällig das deutsche Stromnetz für Störungen bleibt. Zwar diskutiert die Bundesregierung die Schaffung einer Nationalen Blackout-Reserve, konkrete Gesetze oder Maßnahmen stehen jedoch noch aus.
Bayern hingegen handelt eigeninitiativ: Der Freistaat hat bereits 19 Notstromaggregate an Städte wie Ansbach, Erlangen und Nürnberg ausgeliefert. Weitere 21 mobile Netzersatzanlagen sollen ab Herbst das THW (Technisches Hilfswerk) unterstützen. Die Maßnahmen sind Teil des Sonderinvestitionsprogramms Bayern 2030 für den Katastrophenschutz, das die lokale Krisenbewältigung stärken soll.
Das Engagement Bayerns für eine landesweite Notstromversorgung spiegelt die wachsenden Sorgen um die Katastrophenvorsorge wider. Zwar gibt es in einigen Regionen lokale Projekte wie die Katastrophenschutz-Leuchttürme oder Modernisierungen von Feuerwehrwachen, doch Bayerns Ansatz zählt zu den bisher am besten koordinierten Lösungen.
Bis Ende 2028 sollen alle bayerischen Feuerwehren Zugang zu Notstromsystemen haben. Die 29-Millionen-Investition unterstreicht den Willen des Freistaats, die Risiken bei Stromausfällen zu verringern. Bundesweite Pläne für eine nationale Reserve hingegen bleiben vorerst in der Diskussion – ohne klare Umsetzungsperspektive.






