25 June 2026, 12:06

Bauwirtschaft 2024: Wohnungsbau wächst, Materialkosten explodieren weiter

Wendepunkt noch offen

Bauwirtschaft 2024: Wohnungsbau wächst, Materialkosten explodieren weiter

Die Bauwirtschaft zeigte zu Beginn des Jahres 2024 eine gemischte Entwicklung. In den ersten vier Monaten stiegen die Neuaufträge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,8 %, während die Umsätze insgesamt auf dem Niveau des Vorjahres verharren. Besonders der Tiefbau trug maßgeblich zum Wachstum in den wichtigsten Segmenten der Branche bei.

Im April 2024 verzeichnete der Wohnungsbau ein nominales Umsatzplus von 7,1 % sowie einen Anstieg der Neuaufträge um 8,9 % gegenüber April 2023. Damit war er das einzige Segment im Nichtwohnungsbau, das in beiden Bereichen Zuwächse meldete. Auch der öffentliche Hochbau entwickelte sich positiv und steigerte seine Umsätze um 5,3 %. Der gewerbliche Bau leistete ebenfalls einen Beitrag mit einem Umsatzplus von 6,8 % und einem leichten Anstieg der Neuaufträge um 2,6 %.

Bis Mai 2026 waren die Materialkosten stark angestiegen. Die Preise für Bitumen kletterten im Jahresvergleich um 31,2 %, vor allem wegen der Spannungen in der Straße von Hormus. Auch andere wichtige Baustoffe wie Holz, Metalle, mineralische Baustoffe und Transportbeton verbuchten deutliche Preiserhöhungen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Branche könnte zwar die wirtschaftliche Erholung unterstützen, benötigt dafür aber stärkere Anreize für den Wohnungsbau, eine schnellere Umsetzung von Projekten, zügigere Infrastrukturförderung und vereinfachte Genehmigungsverfahren. Ohne diese Maßnahmen droht der Fortschritt trotz der jüngsten Erfolge ungleichmäßig zu bleiben.

Quelle