Baden-Württemberg bleibt in der Rezession gefangen – nur das Saarland ist schwächer
Luisa HartmannBaden-Württemberg bleibt in der Rezession gefangen – nur das Saarland ist schwächer
Baden-Württembergs Wirtschaft steckt weiter in der Krise: Kein Wachstum nach Inflation – nur das Saarland schneidet schlechter ab
Die Wirtschaft Baden-Württembergs stagniert erneut und verzeichnet nach Abzug der Inflation kein Wachstum. Das Land rutscht damit auf den vorletzten Platz im Ländervergleich Deutschlands ab – nur das Saarland performt noch schwächer. Für den Südwesten ist dies das dritte Rezessionsjahr in Folge seit 2022.
Die aktuellen Zahlen zeigen: Die Wirtschaftsleistung Baden-Württembergs blieb real betrachtet auf dem Stand des Vorjahres. Zwar verzeichnete der Dienstleistungssektor ein leichtes Plus von 0,4 Prozent, doch dies reichte nicht aus, um die Verluste in anderen Bereichen auszugleichen. Die Industrie, die fast ein Drittel der regionalen Wertschöpfung ausmacht, schrumpfte um 2,6 Prozent. Auch die Bauwirtschaft musste im Vergleich zum Vorjahr Rückgänge hinnehmen.
Noch 2022 erbrachte das Land Güter und Dienstleistungen im Wert von rund 667,1 Milliarden Euro – fast 15 Prozent der gesamten deutschen Wirtschaftsleistung. Doch seither hinkt die Entwicklung den meisten anderen Bundesländern hinterher. Spitzenreiter war Mecklenburg-Vorpommern mit einem Wachstum von etwa 1,4 Prozent, während das Saarland einen Rückgang von 0,9 Prozent verbuchte.
Baden-Württembergs Wirtschaft leidet nun bereits seit drei Jahren unter der Rezession. Die Schwäche in Industrie und Bau überwiegt die bescheidenen Zuwächse im Dienstleistungsbereich. Zwar bleibt das Land ein wichtiger Träger der deutschen Wertschöpfung, doch im Vergleich zu den meisten anderen Bundesländern fällt die Performance weiterhin enttäuschend aus.






