Ausschreitungen bei Berlin-Protest für inhaftierte Linke-Aktivistin Maja T.
Luisa HartmannDrei Festnahmen bei 'Free Maja'-Demonstration in Berlin - Ausschreitungen bei Berlin-Protest für inhaftierte Linke-Aktivistin Maja T.
Proteste in Berlin gegen Inhaftierung der Linken-Aktivistin Maja T. in Ungarn enden mit Ausschreitungen und Festnahmen
Ein Protest in Berlin gegen die Festnahme der linksextremen Aktivistin Maja T. in Ungarn hat am Wochenende zu Zusammenstößen und Verhaftungen geführt. Die deutsche Polizei nahm am Moritzplatz während der „Freiheit für Maja“-Kundgebung vorläufig drei Personen fest, an der sich etwa 130 Demonstrantinnen und Demonstranten beteiligten. Die Aktion fiel mit dem Beginn eines vielbeachteten Prozesses in Ungarn zusammen, in dem die Aktivistin angeklagt ist.
Die Berliner Demonstration fand statt, während Maja T. und eine Gruppe mutmaßlicher Antifa-Aktivisten in Ungarn vor Gericht standen. Der Gerichtssaal war überfüllt, die Verhandlung begann mit anderthalb Stunden Verspätung. Unterstützer füllten den Raum und zeigten sich solidarisch mit den Angeklagten.
Bei der Berliner Kundgebung spitzte sich die Lage zu, es kam zu mehreren Festnahmen. Die Behörden ermitteln nun in zwei Fällen von schwerer Körperverletzung sowie wegen eines Angriffs auf Polizeibeamte. Gegen drei Beteiligte wurden Strafverfahren eingeleitet, ihre Identitäten wurden in öffentlichen Berichten jedoch nicht genannt. Die Demonstration richtete sich gegen Maja T.s Inhaftierung und den laufenden Prozess. Zwischen verschiedenen Gruppen brachen Auseinandersetzungen aus, die ein Polizeieinschreiten und die vorübergehende Festnahme von drei Personen zur Folge hatten.
Die Berliner Proteste endeten mit Festnahmen und laufenden Ermittlungen zu den gewalttätigen Vorfällen. Unterdessen geht der Prozess in Ungarn unter großer öffentlicher Aufmerksamkeit weiter. Die Behörden beider Länder müssen nun die juristischen und sicherheitspolitischen Konsequenzen der Ereignisse bewältigen.






