12 March 2026, 22:12

AOK-Chefin Carola Reimann kassiert 320.000 Euro – trotz Stellenabbau und Budgetnot

Ein blauer Hintergrund mit dem Text "Millionen von Amerikanern sparen durchschnittlich 800 Dollar im Jahr bei den Krankenversicherungsprämien thanks to the Inflation Reduction Act" und einem Logo.

AOK-Chefin Carola Reimann kassiert 320.000 Euro – trotz Stellenabbau und Budgetnot

Carola Reimann, die Chefin des AOK-Bundesverbandes, bezieht nun ein Jahresgehalt von 320.000 Euro – zuzüglich einer üppigen Pensionsaufbesserung. Die Gehaltserhöhung sorgt für Kritik, insbesondere vor dem Hintergrund, dass Volkswagen Zehntausende Stellen abbaut und sichere Arbeitsplätze immer seltener werden.

Reimanns Lohnerhöhung erfolgt zu einer Zeit, in der Vertreter des Gesundheitswesens über knappe Budgets klagen. Ärzte und Apotheker berichten, es gebe kein zusätzliches Geld für die Patientenversorgung – während gleichzeitig die Gehälter der Führungskräfte steigen.

Über die Einkommen anderer Spitzenkräfte der Krankenkassen für das Jahr 2022 liegen kaum Daten vor. Für 2025 zeigen die Zahlen jedoch, dass Michael Lempe von der Handelskrankenkasse 287.104 Euro erhält, Christine Enenkel von der Bahn-BKK 195.000 Euro plus eine Prämie von 44.688 Euro und Gordana Marsic von der AOK Baden-Württemberg 206.000 Euro sowie einen Bonus von 6.938 Euro bezieht.

Kritiker monieren, dass solche hohen Gehälter für Verwaltungsangestellte im Widerspruch zu den finanziellen Nöten von Pflegekräften und Patienten stehen. Besonders Reimanns Gehaltserhöhung stößt auf Unverständnis, während in anderen Branchen massiv Arbeitsplätze abgebaut werden.

Die Lohnerhöhung für Reimann unterstreicht die wachsende Kluft zwischen den Bezügen der Führungsebene und den finanziellen Belastungen im Gesundheitssektor. Angesichts sinkender Jobgarantien in großen Industrien hat die Entscheidung die Debatte über Gehaltsstrukturen in der öffentlichen Gesundheitsverwaltung weiter angeheizt.

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