05 June 2026, 12:47

Anonymer Brief erschüttert Stadttheater Fürth: Toxische Führungskultur vorgeworfen

Anonymes Schreiben im Fürther Stadttheater: Unterstützung für Intendantin Stolz von innen

Anonymer Brief erschüttert Stadttheater Fürth: Toxische Führungskultur vorgeworfen

Ein anonymer Brief hat am Stadttheater Fürth für Unruhe gesorgt. Darin wird der künstlerischen Leiterin Dr. Silvia Stolz vorgeworfen, ein toxisches Arbeitsklima zu fördern. Das Schreiben gibt an, 25 festangestellte Mitarbeiter zu vertreten, enthält jedoch keine Namen – was Zweifel an seiner Glaubwürdigkeit aufkommen lässt. Trotz der Kontroverse läuft der Spielbetrieb des Theaters weiter, und die geplanten Produktionen werden wie vorgesehen realisiert.

In dem anonymen Brief wird von einem Klima der Angst, des Misstrauens und psychischen Drucks unter Stolz’ Führung berichtet. Es wird behauptet, die Belegschaft sei einem feindseligen Umfeld ausgesetzt, doch die fehlenden Unterschriften machen eine Überprüfung der Vorwürfe unmöglich.

Der Dramaturg Udo Eidinger wies die Behauptung zurück, das Schreiben spreche für die gesamte Belegschaft. Er merkte an, dass solche anonymen Beschwerden in der Branche keine Seltenheit seien und an anderen Theatern „fast schon zur Routine“ gehörten. Eidinger betonte zudem, dass viele Kollegen weiterhin mit Engagement ihren Aufgaben nachgingen – die Vorbereitungen für eine Premiere seien bereits in vollem Gange.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Maurice Schönleben (SPD) sprach Stolz öffentlich seine Unterstützung aus und lobte die „beachtlichen“ Fortschritte des Theaters seit ihrem Amtsantritt im November 2023. Unter ihrer Leitung verzeichnete die Spielzeit 2024/2025 über 100.000 Besucher und 95.000 verkaufte Tickets, zudem gab es ein deutliches Wachstum im Bereich des Jugendtheaters. Eidinger hob hervor, dass Stolz die Verbindung zur Stadt gestärkt und die Institution offener und zugänglicher gestaltet habe.

Während sich einige Mitarbeiter verunsichert zeigen und nach Klarheit suchen, bleiben andere durch ihre Leidenschaft für die Produktionen motiviert. Der Theaterbetrieb läuft trotz der anhaltenden Debatte über die Führungskultur ununterbrochen weiter.

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Die Theaterleitung bleibt unverändert – Stolz genießt weiterhin die Rückendeckung wichtiger Persönlichkeiten wie Schönleben und Eidinger. Die starken Besucherzahlen und die Programmweiterentwicklung in der Spielzeit 2024/2025 deuten auf Stabilität in der künstlerischen Ausrichtung hin. Die Vorwürfe aus dem anonymen Brief bleiben indes unbestätigt, sodass seine tatsächliche Wirkung fraglich ist.

Quelle