Alexander Buinow – ein Leben zwischen Musik, Liebe und Schicksalsschlägen
Clara HartmannAlexander Buinow – ein Leben zwischen Musik, Liebe und Schicksalsschlägen
Alexander Buinow, am 24. März 1950 in Moskau geboren, entwickelte sich zu einer der prägendsten und langlebigsten Figuren der russischen Musikszene. Seine Karriere umfasste mehr als sechs Jahrzehnte – von ersten Musikstunden im Kindesalter bis hin zur Leitung einiger der beliebtesten Bands des Landes. Doch nicht nur sein professioneller Werdegang, sondern auch sein bewegtes Privatleben, geprägt von Liebe, Flucht und Durchhaltevermögen, sorgte immer wieder für Schlagzeilen.
Buinows musikalische Laufbahn begann im Alter von fünf Jahren mit dem Musikunterricht. Noch während der Schulzeit gründete er seine erste Band. Nach seinem Militärdienst schloss er sich den Formationen Araks und Zwetty an, bevor er in den mittleren 1960er-Jahren mit Skomorochi größeren Ruhm erlangte.
Ende der 1980er-Jahre übernahm er den Gesang bei Era und wurde später ein zentrales Mitglied des legendären Ensembles Wessjolyje Rebjata. Sein Ausstieg 1987 markierte den Beginn einer Solokarriere, in der Alben wie Kapitän und Mach dir keine Sorgen entstanden. 1990 gründete er die Band Dialog, mit der er unter anderem mit dem Hit Der Kuckuck Erfolge feierte. Drei Jahre später stand er der Gruppe Tschao als Sänger, Komponist und Produzent vor.
Sein Privatleben war ebenso turbulent. Seine erste Ehe mit Ljubow Wdowina begann, nachdem er seine Kaserne unerlaubt verlassen hatte, um sie zu sehen – doch die Beziehung hielt aufgrund der beruflichen Belastungen nur anderthalb Jahre. Eine zweite Ehe mit Ludmila brachte Tochter Julija hervor, doch auch diese Verbindung zerbrach. In dieser Zeit lernte er Alena kennen, die zu seiner lebenslangen Partnerin und beruflichen Produzentin wurde und ihn vor Ablenkungen abschirmte.
2011 durchlebte Buinow eine schwere gesundheitliche Krise, als bei ihm Prostatakrebs diagnostiziert wurde. Dank Behandlung und Unterstützung überwand er die Krankheit und setzte seine Bühnenauftritte fort. Seine Karriere reichte bis in die 2020er-Jahre, wurde jedoch 2025 kurz unterbrochen, als er in der Moskauer Region an einem Fußgängerüberweg in einen Autounfall mit einer Frau verwickelt war.
Zeitlebens engagierte sich Buinow auch in größeren Projekten, darunter die Rockoper Nord-Ost. Seine Arbeit mit Dialog sowie seine Soloprojekte blieben bis ins hohe Alter ein fester Bestandteil der russischen Musiklandschaft.
Buinows Vermächtnis gründet auf Jahrzehnten musikalischer Innovation – von frühen Bandprojekten über Solerfolge bis hin zu theaterübergreifenden Kooperationen. Sein Privatleben, voller dramatischer Wendungen und beständiger Partnerschaften, spiegelte die Intensität seiner künstlerischen Laufbahn wider. Trotz Rückschlägen blieb sein Einfluss auf die russische Musik ungebrochen.






