AfD scheitert in der Uckermark: CDU-Kandidatin Karina Dörk behält klar die Oberhand
Clara HartmannAfD scheitert in der Uckermark: CDU-Kandidatin Karina Dörk behält klar die Oberhand
Die AfD hat in Ostdeutschland einen weiteren Rückschlag erlitten, nachdem eine CDU-Kandidatin in einer entscheidenden Kreiswahl eine starke Herausforderung abwehren konnte. Karina Dörk (CDU) verteidigte ihren Sitz im Kreistag der Uckermark und besiegte den AfD-Abgeordneten Felix Teichner mit klarem Abstand. Während des Wahlkampfs mied sie Debatten über symbolische Gesten wie die „Brandmauer“ gegen die AfD und setzte stattdessen auf ihre Bilanz und Kompetenz. Teichner, der sich als bürgernah präsentierte, spielte bei Veranstaltungen sogar Lieder des linksextremen Liedermachers Hannes Wader auf dem Klavier.
Diese Niederlage reiht sich in die schwache Performance der AfD in Ostdeutschland in diesem Jahr ein. Die Partei gewann bisher nur zwei von 26 Bürgermeister- und Kreistagswahlen, bei denen sie antrat. Doch die bundesweiten Umfragewerte erzählen eine andere Geschichte: Die AfD liegt mittlerweile zwei bis drei Punkte vor der Union, mit besonders starker Unterstützung in Sachsen-Anhalt (41 %) und Mecklenburg-Vorpommern (36 %).
Trotz dieses Aufschwungs wechseln nur wenige ehemalige CDU- und CSU-Wähler zur AfD. Ein größerer Teil scheint sich linken Parteien zuzuwenden oder denkt darüber nach, gar nicht mehr wählen zu gehen. Die jüngste Folge von „Bundestalk“, unserem wöchentlichen Politik-Podcast, analysiert diese Entwicklungen und mögliche Strategien gegen den Aufstieg der AfD. Moderiert wird die Diskussion vom AfD-Experten Gareth Joswig, der Investigativ-Ressortleiterin Anne Fromm sowie den Korrespondenten Stefan Reinecke und Sabine am Orde. Die Folge ist auf unserer Website, bei Spotify, Deezer und iTunes verfügbar.
Die gemischten Ergebnisse der AfD zeigen eine Kluft zwischen ihrer bundesweiten Beliebtheit und lokalen Schwächen. Zwar dominiert die Partei in einigen ostdeutschen Bundesländern die Umfragen, doch gelingt es ihr nicht, diese Zustimmung in Wahlerfolge umzumünzen. Der Erfolg der CDU in der Uckermark deutet darauf hin, dass eine Fokussierung auf sachpolitische Themen statt auf symbolische Debatten bei den Wählern weiterhin Anklang findet.






