27 February 2026, 14:08

AfD-Politiker Miguel Klauß wegen Volksverhetzung vor Gericht

Ein Mann im Anzug und Krawatte steht an einem Rednerpult und hält ein Mikrofon, während er eine Menge mit einem Banner im Hintergrund anspricht, wahrscheinlich als Reaktion auf ein Regierungsverbot von Social Media.

Volksverhetzung? Prozess gegen AfD-Abgeordneten Klauß - AfD-Politiker Miguel Klauß wegen Volksverhetzung vor Gericht

Der AfD-Abgeordnete Miguel Klauß aus Baden-Württemberg sieht sich wegen des Verdachts der Volksverhetzung und der Billigung von Straftaten im Internet mit einer Strafanzeige konfrontiert. Im Mittelpunkt des Verfahrens stehen drei von ihm geteilte Beiträge in sozialen Medien, die laut Staatsanwaltschaft die rechtlichen Voraussetzungen für eine Straftat erfüllen. Ein Gerichtstermin zur Prüfung der Vorwürfe ist nun angesetzt worden.

Die Vorwürfe beziehen sich auf Äußerungen, die Klauß in sozialen Netzwerken veröffentlicht hat, wobei der genaue Wortlaut der Beiträge nicht öffentlich bekannt ist. Die Staatsanwaltschaft argumentiert, dass die Inhalte gegen Gesetze zur Volksverhetzung sowie zur Billigung von Straftaten verstoßen. Die Staatsanwaltschaft Tübingen hatte zunächst einen Strafbefehl erlassen, doch das Amtsgericht weigerte sich, diesen zu vollstrecken.

Der Landtag von Baden-Württemberg hob später Klauß' parlamentarische Immunität auf und ebnete damit den Weg für das Strafverfahren. Aktuell steht er auf Platz sechs der AfD-Landesliste für die nächste Wahl, was seine Wiederwahl wahrscheinlich macht. Klauß verteidigt seine Beiträge mit dem Hinweis, dass Kritik an der Migrationspolitik der Regierung nicht als Volksverhetzung gewertet werden dürfe.

Das Amtsgericht Nagold wird den Fall am 28. April verhandeln. Das Urteil könnte nicht nur Klauß' politische Zukunft beeinflussen, sondern auch einen Präzedenzfall für die rechtliche Bewertung ähnlicher Äußerungen im Internet nach deutschem Recht schaffen.

Im Prozess wird geklärt, ob Klauß' Aktivitäten in sozialen Medien strafbare Handlungen darstellen. Bei einer Verurteilung drohen ihm rechtliche Konsequenzen, während er sein Mandat im Landtag behalten könnte. Das Urteil könnte zudem Auswirkungen darauf haben, wie politische Meinungsäußerungen im Netz künftig reguliert werden.

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