AfD-Jugendverband Generation Deutschland in Niedersachsen mit Protesten gegründet
Luisa HartmannProteste begleiten Gründung von AfD-Jugend in Niedersachsen - AfD-Jugendverband Generation Deutschland in Niedersachsen mit Protesten gegründet
Die Alternative für Deutschland (AfD) hat in Niedersachsen ihren neuen Jugendverband Generation Deutschland gegründet. Die Veranstaltung fand unter Protesten und verstärkter Beobachtung durch Sicherheitsbehörden statt. Während im Inneren hinter verschlossenen Türen die Gründungsversammlung stattfand, versammelten sich draußen etwa 300 Demonstranten.
Der Landesverband in Niedersachsen ist die vierte offizielle Gliederung von Generation Deutschland nach früheren Gründungen in Bayern, Berlin und Brandenburg. Bei der konstituierenden Sitzung in Dötlingen wählten die Mitglieder den 28-jährigen Bundestagsabgeordneten Micha Fehre zum Vorsitzenden. Zum 11-köpfigen Landesvorstand gehören zudem Patrick Schwarzer als stellvertretender Vorsitzender und Adrian Maxhuni als Beisitzer.
Mitglied werden können nur AfD-Parteimitglieder unter 36 Jahren. Die Gruppe setzt sich für die Förderung junger Familien, niedrigere Betriebskosten, eine Renaissance der Kernenergie sowie strengere Migrationskontrollen ein – einschließlich der Abschiebung von Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus. Fehre tritt offen für solche Abschiebungen ein und steht damit im Einklang mit der generellen Haltung des Verbandes zur sogenannten "Remigration".
Sicherheitsbehörden beobachten Generation Deutschland mit besonderer Aufmerksamkeit. Es besteht der Verdacht enger personeller und ideologischer Verbindungen zur Jungen Alternative, einer rechtsextremen Gruppe, die zuvor verboten wurde. Das Niedersächsische Landesamt für Verfassungsschutz hat den regionalen AfD-Verband bereits als extremistisch eingestuft. Die Ausweitung des Jugendverbandes folgt einem Muster: Erst kürzlich wurde ein Landesverband in Bremen gegründet, Teil einer bundesweiten Expansionsstrategie.
Die Gründung von Generation Deutschland in Niedersachsen festigt die wachsende Präsenz der Gruppe in ganz Deutschland. Mit nun vier Landesverbänden zieht der Jugendverband weiterhin sowohl Unterstützung als auch Kritik auf sich. Während die Organisation ihren Einfluss ausbaut, bleiben die Sicherheitsbehörden wachsam.






