AfD Brandenburg: Springer will 2029 mit Alleinregierung die Macht übernehmen
Jonas HofmannAfD-Landeschef Springer in Brandenburg bestätigt - AfD Brandenburg: Springer will 2029 mit Alleinregierung die Macht übernehmen
René Springer ist als Landesvorsitzender der AfD in Brandenburg für eine weitere zweijährige Amtszeit wiedergewählt worden. Er erhielt 82,3 Prozent der Stimmen – ein leichtes Plus gegenüber seinem vorherigen Ergebnis von 82,1 Prozent. Sein unmittelbares Ziel ist es nun, die Partei mit einem ehrgeizigen Vorhaben in die nächste Landtagswahl zu führen: bis 2029 eine Alleinregierung zu bilden.
Springer steht seit zwei Jahren an der Spitze der Alternative für Deutschland (AfD) in Brandenburg. In dieser Zeit hat die Partei deutlich an Einfluss gewonnen und die politische Landschaft des Landes nachhaltig verändert. Besonders deutlich wurde dieser Wandel nach der Wahl 2024, als die AfD in mehreren Landkreisen zur dominierenden Kraft aufstieg.
Die politische Situation in Brandenburg ist seit 2019 instabil. Im Januar 2026 zerbrach die SPD/BSW-Koalition nach Überläufen zur BSW, woraufhin SPD und CDU zu einem brüchigen "rot-schwarzen" Bündnis gezwungen wurden. Diese Koalition verfügt nur über eine knappe Mehrheit und kämpft mit wachsender Wählerunzufriedenheit sowie dem Aufstieg der AfD. Aktuelle Umfragen sehen die SPD bei 22,5 bis 23,9 Prozent, die CDU bei 12 bis 16 Prozent, während die AfD in Schlüsseregionen stark aufholt.
Springers Selbstbewusstsein speist sich aus diesem Aufwärtstrend. Er hat versprochen, bei der nächsten Landtagswahl die absolute Mehrheit zu erringen, um Brandenburg ohne Koalitionspartner regieren zu können. Seine Wiederwahl mit über 82 Prozent Unterstützung unterstreicht seine feste Führung innerhalb der Partei in der Region.
Der Aufstieg der AfD in Brandenburg hat bereits die Koalitionsdynamik und Wählerbindungen verändert. Springers Wiederwahl und sein Streben nach einer Alleinregierung deuten auf einen entschlossenen Machtkonsolidierungskurs bis 2029 hin. Die nächste Landtagswahl wird zeigen, ob seine Strategie erfolgreich ist und die Führung in Brandenburg neu ordnet.