49-Euro-Ticket erreicht Rekord: 14,6 Millionen Nutzer trotz Preiserhöhungen
Clara Hartmann49-Euro-Ticket erreicht Rekord: 14,6 Millionen Nutzer trotz Preiserhöhungen
Deutschlands 49-Euro-Ticket verzeichnet stetigen Zulauf seit Einführung im Mai 2023
Mittlerweile nutzen 14,6 Millionen Menschen das Flatrate-Ticket für den Nahverkehr – ein Anstieg gegenüber 13,5 Millionen zu Beginn des Jahres 2025. Trotz der gestiegenen Kosten bleibt das Angebot ein zentraler Hebel, um den Autoverkehr zu reduzieren und die Emissionen im Land zu senken.
Ursprünglich für 49 Euro pro Monat eingeführt, stieg der Preis Anfang 2024 auf 58 Euro und zu Beginn dieses Jahres auf 63 Euro. Dennoch wuchs die Zahl der Abonnenten kontinuierlich – von 11 Millionen Anfang 2024 auf 13,5 Millionen zu Jahresbeginn 2025.
Die Auswirkungen auf das Mobilitätsverhalten sind deutlich: 2023 sank der Pkw-Verkehr um fünf Prozent, was 6,5 Millionen Tonnen CO₂ einsparte. Im Folgejahr reduzierten sich die Emissionen um weitere 2,5 Millionen Tonnen. Allerdings waren nur etwa fünf Prozent der Nutzer vor ihrem Beitritt komplett neu im Öffentlichen Verkehr.
Fast die Hälfte der Abonnenten hatte Busse und Bahnen bereits gelegentlich genutzt. Die Umweltorganisation BUND fordert nun weitere Maßnahmen, um die Attraktivität des Tickets zu steigern. Dazu zählen ein bundesweiter Sozialtarif, kostenloser Nahverkehr für Kinder sowie ein Mobilitätsgeld, um den ÖPNV für alle zugänglicher zu machen.
Insgesamt hat das 49-Euro-Ticket die Emissionen aus dem Autoverkehr um etwa drei Prozent gesenkt. Mit 14,6 Millionen aktiven Nutzern bleibt es eines der größten Klimaschutzprojekte Deutschlands. Die Forderungen nach erweiterten Rabatten deuten darauf hin, dass das Modell in den kommenden Jahren weiterentwickelt werden könnte.






