30.000 Radfahrer fordern bei Berliner Sternfahrt bessere Infrastruktur
Luisa Hartmann30.000 Radfahrer fordern bei Berliner Sternfahrt bessere Infrastruktur
Rund 30.000 Radfahrerinnen und Radfahrer haben am Sonntag die Berliner Straßen für die jährliche Sternfahrt des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) in Beschlag genommen. Die vom ADFC organisierte Veranstaltung führte zu temporären Sperrungen von Straßen und Autobahnabschnitten für den Autoverkehr. Die Teilnehmer setzten sich für eine sicherere und besser ausgebaute Fahrradinfrastruktur in der Stadt ein.
Die Sternfahrt ist seit langem eine feste Tradition des ADFC. Seit Jahrzehnten dient sie als Plattform, um bessere Bedingungen für Radfahrer zu fordern. In diesem Jahr fuhren die Teilnehmenden auf etwa 20 verschiedenen Routen, die alle am Großen Stern und der Siegessäule zusammenliefen.
Autofahrer mussten mit Umleitungen rechnen, da große Straßen- und Autobahnabschnitte für die Radler reserviert waren. Die vorübergehenden Sperrungen zeigten das Potenzial autofreier Räume in der Stadt auf.
Marlene Alber, Verkehrspolitische Referentin des ADFC Berlin, nutzte die Veranstaltung, um an die Verkehrspolitiker zu appellieren. Sie betonte die Notwendigkeit, die Sicherheit von Radfahrern zu priorisieren und Radwege auszubauen. Alber warnte zudem vor Kürzungen bei der Finanzierung von Radprojekten und argumentierte, dass Investitionen – und nicht Einsparungen – entscheidend seien, um die Infrastruktur zu verbessern.
Die Sternfahrt rückte das Thema Radverkehr erneut in den Mittelpunkt der Berliner Verkehrsdebatte. Mit 30.000 Teilnehmenden demonstrierte die Veranstaltung die starke öffentliche Unterstützung für ein sicheres und besser ausgebautes Radwegenetz. Der ADFC setzt sich weiterhin für konkrete Veränderungen in der städtischen Verkehrsplanung ein.






