1.500 Menschen demonstrieren in Potsdam für Gleichberechtigung und gegen Rechtsextremismus
Theo Mayer1.500 Menschen demonstrieren in Potsdam für Gleichberechtigung und gegen Rechtsextremismus
Rund 1.500 Menschen zogen am Samstag durch das Zentrum Potsdams, um für Gleichberechtigung und gegen rechtsextreme Strömungen zu demonstrieren. Die Organisatoren des Christopher Street Day (CSD) Potsdam und der prodemokratischen Initiative Prüf schätzten die Teilnehmerzahl auf etwa 3.000. Es war das erste Mal, dass die beiden Gruppen in der Landeshauptstadt gemeinsam zu einer Kundgebung aufgerufen hatten.
Die Demonstration verlief ohne Zwischenfälle, wie die Polizei bestätigte, und blieb durchgehend friedlich. Der Protest folgte einem kleineren CSD-Event in Schwedt an der Oder zwei Wochen zuvor, bei dem ein Teilnehmer mit dem Hitlergruß auffiel. Solche Vorfälle sind zu einem wiederkehrenden Problem geworden, da rechtsextreme Gruppen in ganz Deutschland regelmäßig Gegenproteste während CSD-Veranstaltungen organisieren.
Seit Jahrzehnten setzt sich der CSD für queere Rechte und gleiche Behandlung ein. Bei der dieswöchigen Demonstration ging es zudem um die Verteidigung demokratischer Werte: Prüf forderte eine strengere Kontrolle rechtsextremer Parteien. Die Zusammenarbeit der beiden Organisationen unterstrich ihr gemeinsames Engagement gegen Extremismus und für die Wahrung der Menschenrechte.
Die Kundgebung war ein sichtbares Zeichen für den anhaltenden Kampf um queere Rechte in Deutschland. Angesichts anhaltender rechtsextremer Gegenwehr bei ähnlichen Veranstaltungen pochen die Organisatoren weiterhin auf Wachsamkeit und Solidarität. Die gemeinsame Demonstration in Potsdam deutet auf eine wachsende Vernetzung von zivilgesellschaftlichen Akteuren in der Region hin.






