1&1 revolutioniert den deutschen Mobilfunkmarkt mit rasantem Netzausbau und Preisdruck
Jonas Hofmann1&1 CEO Dommermuth Rules Out Sale to Telefónica - 1&1 revolutioniert den deutschen Mobilfunkmarkt mit rasantem Netzausbau und Preisdruck
1&1, Deutschlands vierter Mobilfunkanbieter, macht seit seinem Start 2024 rasante Fortschritte. Das Unternehmen versorgt mittlerweile 27 Prozent der deutschen Haushalte und strebt bis Ende 2026 eine Abdeckung von 35 Prozent an. Gleichzeitig liegt Gründer Ralph Dommermuth im Rechtsstreit mit den Regulierungsbehörden über die Frequenzvergabe.
1&1 betrat 2024 als vierter Mobilfunkanbieter den deutschen Markt. Bis Anfang 2026 hatte das Unternehmen bereits einen Marktanteil von 8 bis 10 Prozent erobert und damit die Vorherrschaft von Deutsche Telekom (~35 Prozent), Vodafone (~30 Prozent) und Telefónica O2 (~25 Prozent) herausgefordert. Sein Wachstum verdankt 1&1 vor allem wettbewerbsfähigen Preisen und dem schrittweisen Ausbau eines eigenen Netzes – weg von der Abhängigkeit als virtueller Anbieter auf fremden Infrastruktur.
Bis Ende 2025 übertraf das Netz von 1&1 die Erwartungen: Statt der von den Behörden vorgegebenen 25 Prozent deckt es bereits 27 Prozent der Haushalte ab. Nun plant das Unternehmen, die Abdeckung bis Ende 2026 auf 35 Prozent auszuweiten.
Dommermuth kritisiert die Bundesnetzagentur scharf, weil sie niedrige Frequenzbänder an die etablierten Anbieter verlängert habe – ein nach seiner Ansicht rechtswidriger Beschluss. Trotz des Streits zeigt er sich offen für Kooperationen, etwa beim gemeinsamen Nutzen von Mobilfunkmasten in ländlichen Gebieten. Gerüchte über einen möglichen Verkauf von 1&1 wies er entschieden zurück und betonte, das Unternehmen werde seinen Netzausbau eigenständig vorantreiben.
Die Markteinführung von 1&1 hat die Branche aufgemischt und die Preise für Verbraucher gedrückt. Durch seine aggressive Preispolitik und die zunehmende Netzinfrastruktur zwingt das Unternehmen die großen Konkurrenten zu Anpassungen ihrer Angebote.
1&1s Expansion hat den deutschen Mobilfunkmarkt verändert: Die Konkurrenz ist gestiegen, die Kosten für Nutzer gesunken. Mit vorzeitig erreichten Abdeckungszielen und ohne Verkaufspläne scheint das Wachstum des Unternehmens ungebremst. Der Rechtsstreit um die Frequenzvergabe bleibt jedoch weiterhin ungelöst.






